Wie das Tibetische Zentrum für Menschenrechte und Demokratie in seinem kürzlich veröffentlichten Jahresbericht darlegt, war das Jahr 2009, nachdem es 2008 zu Unruhen in der Region gekommen war, von willkürlichen Verurteilungen und verstärkten Repressalien gekennzeichnet.
„Für die Tibeter in Tibet war es ein weiteres Jahr schwerer Repressionen, von einschneidenden staatlichen Sicherheitsmaßnahmen, von Isolation und Unterdrückung“. Das TCHRD dokumentierte in dem Berichtsjahr 334 Fälle von Tibetern, die von den Gerichten zu verschieden langen Gefängnisstrafen von ein paar Monaten bis zu lebenslänglich, ja sogar zum Tode, verurteilt wurden.
Wie die Nachrichtenagentur Xinhua mitteilte, beabsichtigt die chinesische Regierung, die Autonome Region Tibet (TAR) „in großen Sprüngen“ zu entwickeln, nämlich durch die Verbesserung der Infrastruktur und die Anhebung des Einkommens der Landbevölkerung bis 2020 auf die nationale Ebene. Dies beschlossen die Staatsführer Chinas bei dem Fünften Arbeitsforum zu Tibet, einer Konferenz auf höchster Ebene, die vom 18. - 20. Januar stattfand, und bei der Präsident Hu Jintao und Premierminister Wen Jiabao höchstpersönlich anwesend waren.
Ein chinesisches Gericht im Bezirk Sog, Präfektur Nagchu, Autonome Region Tibet (TAR), verurteilte am 5. Januar 2010 vier Tibeter zu Gefängnisstrafen bis zu drei Jahren, berichtete der in Dharamsala lebende und aus Sog stammende Ngawang Tharpa.
Ein chinesisches Gericht im Autonomen Mongolischen Kreis Sog (auch: Henan) der TAP Malho (Tibetisch-Autonome Präfektur Huangnan), Provinz Qinghai, verurteilte einen tibetischen Sänger zu einem Jahr und sieben Monaten Haft, weil er ein Musikalbum mit angeblich „subversiven Liedern“ herausgebracht hat.
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Die Mutter zweier Tibeter, die vor über einem Monat von den chinesischen Sicherheitskräften festgenommen wurden, äußerte sich besorgt über das Schicksal ihrer Söhne. Diese dürfen keinen Kontakt zu ihren Angehörigen aufnehmen.
Die chiÂneÂsiÂsche RegieÂrung ernannte einen neuen GouÂverÂneur für die sogeÂnannte AutoÂnome Region Tibet (TAR), der an die Stelle des bisÂheÂriÂgen, Jampa PhuntÂsok, tritt. DieÂser war letzte Woche, drei Jahre ehe er das PensionsÂalter erreicht hätte, urplötzÂlich aus GrünÂden, zu denen sowohl er als auch die RegieÂrung schwieg, zurückgetreten. Der neu ernannte GouÂverÂneur ist derÂselbe Pema ThinÂley (auch als Padma ChoÂeling bekannt, chin. Baima ChiÂlin), der berüchÂtigt dafür ist, der fühÂrende Kopf hinÂter der unmenschÂliÂchen NieÂderÂschlaÂgung der ProÂtestÂakÂtioÂnen in Tibet vom März 2008 geweÂsen zu sein. Er ist ein eheÂmaÂliÂger hochÂranÂgiÂger MiliÂtär, der 17 Jahre lang in der VolksÂbeÂfreiungsÂarmee diente.
Tsering Dorjee ist ein ergebener Schüler von Tulku Tenzin Delek, dem prominenten buddhistischen Lehrmeister, der zwei tibetische Schulen gründete, Bildungsprogramme für die verarmte nomadische Bevölkerung ins Leben rief und sich für den Schutz der Umwelt engagierte. Tsering Dorjee unterrichtete an einer von Tenzin Deleks Schulen, dann wurde er verhaftet, ins Gefängnis geworfen und wiederholt gefoltert.
Acht Mal haben sich Lody Gyaltsen und Gyari Kelsang Gyaltsen bereits mit Funktionären Pekings getroffen, nun trafen die beiden Vertrauten des Dalai Lama erneut in China ein. Ein neuer Vorstoß in schwierigen Zeiten: Die Exil-Tibeter wollen über die Zukunft des "Landes des Schnees" mit der chinesischen Regierung reden.
Der 24-jährige Mönch Ogyen Trinley Dorje ist ein möglicher Nachfolger des Dalai Lama: ein Flüchtling, ein Politikum - und die große Hoffnung der Tibeter. Auf Ogyen Trinley Dorje, besser bekannt als Seine Heiligkeit der 17. Gyalwang Karmapa Lama, Oberhaupt eines der vier großen Orden des tibetischen Buddhismus, ruht die Hoffnung eines ganzen Volkes. Nur er kann Tibet im 21. Jahrhundert Kopf und Stimme geben. Nur auf ihn kann die Aufgabe übergehen, künftig über die Zukunft seiner Heimat zu verhandeln.
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